Bärlauch selbst pflanzen

Bärlauch ist ein Zwiebelgewächs aus der Gattung Allium. Er wird sowohl in der Küche als auch in der alternativen Medizin verwendet. Bärlauch lässt sich im heimischen Garten, aber auch auf der Terrasse oder dem Balkon anbauen.

Aussaat und Anbau

Bärlauch lässt sich auf unterschiedliche Weise kultivieren. Eher selten entscheidet man sich für das Aussäen, schließlich benötigt die Saat einige Monate bis zur Keimung. Einfacher ist es, Bärlauchzwiebeln zu stecken. Diese sind unter anderem im Gartenfachhandel erhältlich. In Supermärkten oder im Bioladen werden zumeist ausgewachsene Bärlauchgewächse in Töpfen angeboten. Auch diese können im Garten verwendet werden.

Bärlauchzwiebeln werden zwischen März und Oktober gesteckt. Sie können in Horsten oder in Reihen beieinander stehen. Je nach Witterung erfolgt der Austrieb in den kommenden ein bis zwei Wochen. In Töpfen gekaufter Bärlauch setzt man ins Beet oder in einen größeren Kübel, damit er mit ausreichend Substrat versorgt ist.

Die Aussaat des Bärlauchs erfolgt im Herbst. Zuvor muss der Boden sorgfältig vorbereitet werden. Man gräbt ihn spatentief um und harkt ihn ab, damit er eine feinkrümelige Struktur erhält. Die Aussaat erfolgt breitwürfig oder in Reihen. Anschließend werden die Samen etwa einen Zentimeter hoch mit Erde bedeckt. Diese ist in der Folgezeit gleichmäßig feucht zu halten. Die ersten Keimlinge dürften im darauffolgenden Frühjahr auflaufen.

Bärlauch Pflanze

Bärlauch Pflanze

 

Boden- und Standortbedingungen

Am besten gedeiht der Bärlauch auf einem humosen und durchlässigen Untergrund. Dieser sollte leicht sauer bis alkalisch sein. Die Pflanze bevorzugt den Halbschatten. Deshalb ist der Stand bei Büschen oder Bäumen günstig. Auch schattige Ecken an Gartenmauern oder im Kräuterbeet empfehlen sich. Allerdings besitzt der Bärlauch einen hohen Ausbreitungsdrang. Hier ist eine Rhizomsperre günstig, sofern er sich mit anderen Gewächsen ein Beet teilen soll.

Pflege

Der Pflegeaufwand für den Bärlauch hält sich in Grenzen. Lediglich in Trockenperioden muss für ausreichende Wassergaben gesorgt werden. Staunässe ist dabei aber unbedingt zu vermeiden. Sonst verfaulen die Zwiebeln in der Erde. Es empfiehlt sich das regelmäßige Entfernen von Unkraut, da diese dem Bärlauch wichtige Nährstoffe rauben. Düngen ist nicht notwendig.

Vermehrung

Der Bärlauch vermehrt sich von allein. Er bildet ständig Tochterzwiebeln aus. Diese können bei Bedarf abgetrennt und an einem anderen Standort in den Boden gesetzt werden. Es ist ebenfalls möglich, nach der Blüte die Saat zu sammeln und diese nach dem Trocknen auszusäen.

Ernte

Wenngleich die gesamte Bärlauchpflanze in der Küche verwendet werden könnte, entscheidet man sich meist für die kräftig grünen Blätter. Sie besitzen im Frühjahr ein besonders mildes Aroma, das dem des Knoblauchs sehr ähnlich ist. Die Haupterntezeit für den Bärlauch reicht von Mitte März bis in den Mai. Bei der Ernte ist darauf zu achten, einzelne Blätter mit einem scharfen und sauberen Messer oder einer Schere knapp über dem Boden abzuschneiden. So ist für einen gesunden Neuaustrieb der Zwiebeln gesorgt. Vorsicht! Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Maiglöckchen!

Achtung - nicht mit dem Maiglöckchen verwechseln!

M Achtung – nicht mit dem Maiglöckchen verwechseln!

Verwendung

In der Küche wird Bärlauch zum Würzen von Suppen, Saucen, Gemüse- und Fleischgerichten verwendet. Zudem ist er ein alternatives Heilmittel, das der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Sein hoher Vitamin C-Gehalt trägt zur ausgewogenen Ernährung bei. Bereits 100 Gramm decken den Tagesbedarf.

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