Chili selbst anbauen – Fünf Tipps von der Aussaat bis zur Samengewinnung

Erntereife Chili

Erntereife Chili

Chilis sorgen bei zahlreichen Gerichten für eine gewisse Schärfe. Vor allem frische und unbehandelt Schoten haben einen sehr intensiven Geschmack. Mit etwas Geschick lassen sich Chilis auch im eigenen Garten anbauen. Der folgende Text beschreibt, wie dies gelingen kann und was dabei beachtet werden sollte.

1. Die verschiedenen Chili-Sorten

Insgesamt gibt es weltweit mehrere Hundert unterschiedliche Chili-Sorten. In dem Bestimmungsbuch Peppers of the World werden mehr als 350 Exemplare vorgestellt. Jede dieser Sorten hat eine spezielle Entdeckungsgeschichte vorzuweisen.

2. Wann solte man Chili anbauen?

Ursprünglich stammen Chilis aus Gebieten, in denen ein heißes Klima vorherrscht. Daher sollte sie an einen sonnigen und hellen Standort im Garten gepflanzt werden. Im Januar oder Februar kann mit der Anzucht begonnen werden. Hierfür eignen sich zum Beispiel Zimmergewächshäuser oder Heizmatten. Sobald mit keinem Bodenfrost mehr gerechnet wird, also hierzulande nach den Eisheiligen, können die jungen Pflanzen in das Beet gepflanzt werden. Der Boden sollte aus qualitativ hochwertiger Gartenerde, Kompost, Perlit und Sand bestehen.

3. Wie und wie oft sollte gedüngt werden?

Chilipflanzen benötigen Stickstoff um wachsen zu können. Dieser wird von den Wurzelenden aufgenommen und sorgt für ein geregeltes Wachstum. Wenn es zu einem Stickstoffmangel kommt, können die Pflanzen sich nicht richtig entwickeln und bilden deutlich weniger Blüten und Schoten aus. Der Dünger sorgt dafür, dass sich die Blätter optimal entwickeln können. Zudem sollte ein Produkt gewählt werden, dass Kalium enthält. Dieser Stoff verbessert die Wasserversorgung und stärkt die Pflanzen. Grundsätzlich reicht es aus, die Chilis alle 14 Tage mit Flüssigdünger zu versorgen. Sobald die Blütezeit beginnt und sich die ersten Früchte bilden, sollte jede Woche gedüngt werden. Werden die Chilis in einem Kübel kultiviert eignet sich auch herkömmlicher Tomatendünger sehr gut.

4. Welche Schädlinge und Krankheiten gibt es, was kann man dagegen tun?

Chili-Pflanzen werden häufig von Läusen und Spinnmilben befallen. Wenn die Witterung sehr warm und feucht ist, kann auch die sogenannte Weiße Fliege zu sehen sein. Spinnmilben fliehen automatisch, wenn die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Um Läuse zu vertreiben, kann ein Gemisch aus Wasser und Schmierseife auf die Pflanzen gesprüht werden. Die Weißen Fliegen werden mit sogenannten klebrigen Gelbtafeln bekämpft.

5. Wie können Chili-Samen gewonnen werden?

Um Samen gewinnen zu können, werden zunächst vollreife Früchte benötigt. Diese werden nun vorsichtig mit einem scharfen Messer aufgeschnitten, sodass die Kerne und das Fruchtfleisch zu erkennen sind. Hierbei sollten Handschuhe getragen werden, da sehr scharfe Sorten die Haut reizen können. Alternativ werden die Hände nach dem Entfernen der Kerne gründlich gewaschen.

Doch zuvor werden jetzt die Samen aus der Frucht entfernt. Hierzu kann zum Beispiel ein Teelöffel sehr hilfreich sein. Die Samen werden jetzt einige Tage auf etwas Küchenpapier an einen warmen und trockenen Platz gelegt. Im Winter oder Herbst eignet sich ein Ort in der Nähe einer Heizung. Auf diese Weise werden sie Samen ideal getrocknet. Nach einigen Tagen sollte sie trocken genug sein und können in einem luftdicht verschließbaren Behälter in den Kühlschrank gestellt werden. Hierzu eignen sich zum Beispiel Marmeladengläser oder verschließbare Plastikbeutel. Im Kühlschrank können die Chilisamen einige Monate oder sogar Jahre gelagert werden und bleiben dennoch keimfähig.

Ein Kommentar:

  1. Interessanter Beitrag! Chilli habe ich auch noch nie angepflanzt oder von jemanden gehört, der das tut. Wir haben es im Büro auch mal mit Salat, Tomaten und Kapuzinerkresse versucht und auch einen Magazinbeitrag darüber veröffentlicht: https://www.mach-mal.de/magazin/107/julia-und-kathreen-packen-es-an-projekt-pflanzen-aussaeen-im-buero Liebe Grüße, Kathreen von „Mach mal“

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