Grünen Spargel selbst anbauen

Frisch geernteter grüner Spargel

Frisch geernteter grüner Spargel

Spargel – Ein königliches Gemüse
Anbau von Spargel

Spargel (Asparagus officinalis) ist eine krautige mehrjährige Pflanze. Geerntet werden kann er ab dem dritten Jahr nach der Aussaat ca. von März bis maximal Ende Juni. Hat man einmal Spargel angebaut kann man bis zu 10 Jahre mit Ernte rechnen! Aus dem Rhizom treiben ab dem zeitigen Frühjahr die weißlichen Sprossen. Der weiße Spargel wird meist in Hügelreihen angebaut; er muss angehäufelt werden und der Spross muss von Hand unterirdisch abgeschnitten werden. Sobald die Sprossspitzen („Köpfe“) ans Licht kommen, verfärben sie sich zunächst blasslila und später grün. In Frankreich ist es üblich, die Spargel erst zu ernten, wenn sich die Köpfe lila verfärbt haben.

Annbau von grünem Spargel:

Spargel wächst am besten an einem sonnigen Standort auf fruchtbarem Lehmboden, der aber durchlässig sein sollte. Auch in Gebieten mit Sandböden wird gerne Spargel angebaut, da sich Sandboden schneller erwärmt und der Spargel einfacher geerntet werden kann. Allerdings muss hier im Herbst kräftig gedüngt mit ausreichend Magnesium und Kalk werden. Mit Stickstoff sollte man hingegen sparsam umgehen. . Die Wurzeln des Spargel  befinden sich in der Rgel 30-70 Zentimeter tief in der Erde, können aber auch bis zu zwei Meter tief ins Erdreich ragen. Das, was man  beim Spargel oft mit Blätter verwechselt, sind eigentlich Kurztriebe, die sogenannten Phyllokladien.

Spargel wird im April gepflanzt, im März sollte man aber anfangen, das Beet vorzubereiten.  Dafür wird zunächst ein 25 cm tiefer Graben ausgehoben, der 1 m breit ist, wichtig ist auch, diesen noch einmal ca.  30 cm tief umgegraben um die Erde aufzulockern. Setzlinge sollte man möglichst rasch pflanzen, trocken und kühl gelagert hat man aber auch bis zu 2 Wochen Zeit. Bevor man die Pflanzen in die Erde legt (Abstand ca. 30 cm) werden die Wurzeln ausgebreitet. Zum Schluss füllt man den Graben wieder mit Erde auf.

An organischen Düngemitteln kann man verrotteten Hühnermist, Algen und Hornmehl verwenden. Man muss vor allem darauf achten, das Spargelbeet unkrautfrei zu halten, da z. B. das Wurzelwerk von Quecken sich mit den Wurzeln des Spargels so verflechten kann, dass die Ernte schwierig wird. Mulchen direkt nach der Ernte dämmt das Unkraut ein, außerdem verhindert es ein übermäßiges Austrocknen im Sommer.

Tipps gegen den Spargelkäfer:

Das Spargelkraut sollte im Herbst abgeschnitten und verbrannt werden, um möglicherweise dort abgelegte Eier des Spargelkäfers zu vernichten.

Geschichte des Spargels

Schon die alten Griechen und Römer kultivierten Spargel; die Griechen nutzten ihn als Heilpflanze wegen seiner harntreibenden Eigenschaften.
Bei den Römern hingegen war der Spargel in vornehmen Kreisen auch als Gemüse beliebt und wurde durch sie in ganz Europa verbreitet. Ab dem 16. Jahrhundert geriet er als Gemüse etwas in Vergessenheit, wohl wegen seines geringen Nährwerts (was den Brennwert angeht, nicht die Vitamine und Mineralstoffe!)

Zunächst war Spargel nur als Grünspargel bekannt. Mittlerweile erfreut sich der grüße Spargel auch heute wieder großer Beliebtheit, da er einfacher anzubauen und zu ernten ist, aromatischer schmeckt und nährstoffreicher ist. Außerdem muss man ihn nicht schälen.
Bei grünem und weißem oder Bleichspargel handelt es sich übrigens um die selbe Art; der weiße Spargel wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Zufall entdeckt. Vorher war der Spargel immer nach dem Austreten aus der Erde geerntet worden. Durch das Licht entsteht Chlorophyll, das die Grünfärbung bewirkt. Nachdem man einige Spargelpflanzen zwecks Wärmespeicherung mit Tontöpfen abgedeckt hatte, entdeckte man, dass die bleich gebliebenen Pflanzen einen zarteren Geschmack hatten. Es wurden dann spezielle Sorten gezüchtet, die bleich geerntet wurden. Auch heute noch werden beim professionellen Spargelanbau für weißen und grünen Spargel verschiedene Sorten verwendet.

 

Spargel besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und hat gerade einmal ca. 20 Kalorien   pro 100 g. Sollte man über den Spargel aber Butter geben schießt der Kaloriengehalt natürlich entsprechend nach oben ;-)!

Unser Fazit:Bei ausreichend sonnigem Standort, einem durchlässigen Boden (beugt der durch einen Pilz verursachten Wurzelfäule vor) und einer gesunden Düngermischung kann sich auch der Hobbygärtner an den Spargelanbau wagen, besonders des grünen. Der Anbau von weißem ist für den privaten Gebrauch wohl doch etwas aufwändig.