Knoblauch pflanzen

Knoblauch

Frischt geernteter Knoblauch

 

Knoblauch selbst anzubauen ist ganz einfach, denn die Knolle ist eine kaum anspruchsvolle Pflanze. Mit der richtigen Erde, einem sonnigen Standort und Wasser in der richtigen Menge ist es möglich, den eigenen Knoblauch zu ernten und zB auf Importe aus China zu verzichten. Eine frische Knoblauchzehe genügt als “Samen”. Diese keimt bei einer entsprechenden Pflege in der Erde und entwickelt neue Triebe.

1. Anbau von Knoblauch am Balkon oder Garten?

Da Knoblauch eine pflegeleichte Pflanze ist, kann sie im Garten und ebenso auf dem Balkon und sogar am Fenster gezüchtet werden. Jedoch sollten dabei einige Besonderheiten beachtet werden. Knoblauch ist winterhart, und benötigt einen nicht zu feuchten und sonnigen Standort. Für die Aufzucht ist es ratsam, einen Knoblauch aus der eigenen Region zu wählen, da der im Supermarkt erworbene Knoblauch meist aus warmen Ländern stammt, in denen ein anderes Klima herrscht. In der kälteren Jahreszeit kann das Beet mit Reisig, Stroh oder Mulch zusätzlich geschützt werden, auch wenn den Knoblauchzehen selbst starker Frost kaum etwas ausmacht. Staunässe hingegen schadet ihnen, da die Wurzeln bei zu viel Wasser faulen können.

2. Der beste Zeitpunkt für den Anbau von Knoblauch

Die ideale Zeit für den Anbau ist der Herbst. Im Frühjahr ist eine Anpflanzung von Knoblauch ebenso möglich, die Pflanzen wachsen jedoch langsamer erreichen nicht die gleiche Größe. Im Herbst bilden sich gute Wurzeln und der Knoblauch treibt bereits im Frühjahr aus. Beim Anbau im Beet oder auf dem Balkon sollte der Knoblauch im Winter vor Regen geschützt werden, denn Regen schadet dem Knoblauch mehr als Frost. Jeweils eine Knoblauchzehe wird circa 4 cm in die Erde gegeben, wobei der Abstand mindestens 10 Zentimeter betragen sollte.

3. Videotipp zum Thema Knoblauchanbau

5. Die optimale Erde für Knoblauch

Für den Anbau von Knoblauch ist eine nährstoffreiche und lockere Erde erforderlich. Mit Humas kann man die Erde entsprechend aufbessern. Um den Knoblauch in Töpfen oder Balkonkästen vor einer möglichen Staunässe zu schützen, ist es ratsam, unten in den Topf oder Kasten eine Schicht Kies zu legen, wodurch das überschüssige Wasser leichter abfließt. Kompost ist ebenso sehr gut geeignet.

6. Schädlingen bei Knoblauch vorbeugen

In der Regel wehrt die Knoblauchpflanze die meisten Schädlinge auf natürliche Weise ab und wird daher von Läusen, Spinnen oder Fliegen kaum befallen. Sie schützt zudem benachbarte Pflanzen, wie etwa Rosen, da sie ihren Duft verströmt, wodurch Schädlinge vertrieben werden. Knoblauch ist jedoch nicht gänzlich resistent gegen alle Ungeziefer, denn anfällig ist er beispielsweise für Weißfäule oder Lauchmotten. Die Erde sollte ab und an aufgelockert werden und die Luftfeuchtigkeit niedrig sein, um vor Pilzbefall zu schützen.

7. Erntetipps für Knoblauch

Die Ernte erfolgt vor der Blütenbildung von Frühsommer bis Spätsommer und hängt auch vom Wetter ab. Bei abgeschnittenen Blütenständen werden die Knoblauchknollen besonders groß. Die grünen Stängel können wie Lauchzwiebeln verwendet werden.