Salat – Kopfsalat selbst anbauen

Kopfsalat

Kopfsalat, erntereif

Der Kopfsalat zählt zur Familie der Korbblütler und ist eine Nutzpflanze, die sehr schnell wächst. Sie eignet sich sowohl als Vor- als auch als Nachkultur und kann im Sommer sowie im Frühling ausgesät werden. Unter den Salatsorten ist der Kopfsalat ein echter Klassiker und sehr schmackhaft zu verschiedenen Gerichten. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, auf den Kauf im Supermarkt zu verzichten und stattdessen selbst Salat zu kultivieren. Beachtet man dabei einige wichtige Voraussetzungen im Hinblick auf die Aussaat und die Pflege, so kann man sich schon bald an leckerem Salat erfreuen – ganz ohne zusätzliche Schadstoffe und lange Transportwege, frisch aus dem eigenen Garten.

Aussaat und Aufzucht von Salat

Salatanbau

Salatanbau

Zunächst geht es um den Kauf der Salatsamen in der Gärtnerei. Wenn man Saatgut für den eigenen Anbau von Salat kauft, dann muss zunächst darauf geachtet werden, ob es sich um eine Sorte für den Sommer- oder für den Frühlingsanbau handelt. Wenn man zum Beispiel eine Frühlingssorte im Sommer einpflanzt, so kann es geschehen, dass der Salat sehr schnell wächst. Weiterhin ist es ratsam, sich für eine schädlingsresistente und robuste Sorte zu entscheiden. Die Aussaat – egal, ob im Garten oder auf dem Balkon – kann schon im Februar erfolgen, allerdings in einem entsprechenden Frühbeet oder im Gewächshäuschen. Setzt man den Salat lieber direkt ins Freiland aus, sollte man zumindest bis April, aber nicht länger als bis August warten. Bei stark wechselhaftem Wetter ist die Nutzung eines Vlies zum Abdecken ratsam. Zeitlich versetztes Aussähen macht eine Ernte alle drei bis sechs Wochen bis zum Ende der Saison möglich.

Junger Salat im  Hochbeet

Junger Salat im Hochbeet

Bei der Aussaat legt man die Samen rund 2 cm tief in die Erde und bedeckt sie ganz leicht mit Erde. Da Salat zu den Lichtkeimern gehört, darf er nicht zu tief eingefplanzt werden. Die optimale Temperatur zum Auskeimen liegt bei 12 bis 16 Grad Celsius. Anschließend ist es wichtig, das Pflänzchen regelmäßig feucht zu halten.

Bei einer Aussaat im Sommer gibt es die Möglichkeit, die Samen in feuchtem Krepp ein bis zwei Tage im Kühlschrank auskeimen zu lassen und sie erst dann in den Boden einzusetzen – das ist insbesondere bei großer Hitze zu empfehlen. Sind die Pflanzen dann etwas größer, kann man sie auf 25 bis 30 cm vereinzeln. Besonders im Frühjahr und im Herbst ist es wichtig, dass der Standort für Kopfsalat möglichst sonnig ist. Bei Sommersorten ist ein eher kühlerer Platz von Vorteil. Entscheidend ist zudem der Boden: Idealerweise ist er reich an Nährstoffen, humos, locker, durchlässig und nicht zu sauer.

Der pH-Wert sollte 5,5 nicht unterschreiten. Auch hier ist ein gleichmäßiges Feuchthalten sehr wichtig. Böden, die zur Verschlammung neigen, eignen sich eher weniger für den Anbau von Salat. Schädlinge und Krankheiten Inzwischen sind im Handel viele Sorten erhältlich, die gegenüber Pilzen und Schädlingsbefall resistent sind. Diese sollten beim Kauf bevorzugt werden. Nicht oder nur sehr wenig resistente Sorten sind dagegen für unterschiedliche Schädlinge und Krankheiten anfällig – Schnecken, die Grüne Salatblattlaus, der Falsche Mehltau und Schnecken sind häufige Gäste. Vorgebeugt werden kann diesem Problem in erster Linie durch ein regelmäßiges Auflockern des Bodens, auch eine ausgeglichene Feuchte spielt eine wichtige Rolle. Bei Falschem Mehltau liegt das Problem meist an einer zu feuchten Witterung. Er tritt im Spätsommer sehr oft auf und lässt sich am besten bekämpfen, indem man betroffene Teile der Pflanze umgehend entfernt.