Sophia von Rom: Historische Hintergründe der Eisheiligen

Eisheilige 2012, Illustration von Julia Horak

Eisheilige 2012, Illustration von Julia Horak

Hinter der Kalten Sophia verbirgt sich eigentlich Sophia von Rom. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt”die Weisheit”.

 

2012 muss man tatsächlich am 15. Mai in Deutschland und Österreich mit Frost rechnen. Während im Jahr 2011 die Eisheiligen bereits Anfang Mai vorbeischauten, kommt die Kalte Sophie in diesem Jahr zum termingerecht zum Namenstag. Reginal sollten Sie daher unbedingt auf den Wetterbericht acht geben und ggf. frostempfindliche Pflanzen entsprechend vor Frost schützen.

Sophia von Rom ist eine christliche Märtyrerin des dritten Jahrhunderts, die um 304 während der Diokletianischen Christenverfolgung das Martyrium erlitt. Sie wurde auf dem Friedhof der Heiligen Gordianus und Epimachus bestattet. Papst Sergius II. ließ um 845 einen Teil der Reliquien unter dem Hochaltar der Kirche San Martino ai Monti beisetzen, während Bischof Remigius von Straßburg andere Reliquien ins Kloster Eschau im Elsass brachte. Die Attribute der heiligen Sophia sind Palme, Buch, auch Trog und Schwert.


Ihr Gedenktag ist der 15. Mai („Kalte Sophie“). In der Verehrung der Heiligen Sophie von Rom findet sich auch immer wieder die Legende um Sophia von Mailand und ihre Töchter. Eine Darstellung aus dem 15. Jahrhundert findet sich im Wiener Stephansdom. Auch auf orthodoxen Ikonen wird Sophia häufig dargestellt. Sophia wird gegen Spätfröste und für das Gedeihen der Feldfrüchte angerufen, weshalb man sie zu den Eisheiligen zählt. Die Sophienrauke (Sisymbrium sophia) ist ebenfalls nach ihr benannt. Sophia von Rom ist möglicherweise mit Sophia von Minden identisch.

Quelle: Wikipedia

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