Petersilie selbst pflanzen

Petersilie-Pflanze

Petersilie (Petroselium crispum)

Petersilie ist ein Klassiker: Kein anderes Küchenkraut peppt Küchengerichte geschmacklich und optisch derart auf wie das Würzkraut mit dem lateinischen Namen Petroselium crispum. Dazu kommen viele Vitamine und sogar blutreinigende, entschlackende und harntreibende Heilwirkungen. Der Anbau von Petersilie ist unproblematisch. Die Pflanze ist robust und pflegeleicht.

1. Welche Petersilie-Sorten gibt es

Petersilie wird in Schnitt-, Blatt- und Wurzelpetersilie unterschieden. Die verdickte Wurzel der Wurzelpetersilie liefert geschnitten, gehackt oder geriffelt ein pastinakenähnliches, süßliches Aroma. Blattpetersilie wird dagegen in krause und glatte Sorten unterschieden. Dabei liegt der Unterschied lediglich in der Optik der Pflanzen: Glatte Petersilie eignet sich wunderbar zum Kochen und verliert selbst bei größerer Hitze kaum Vitamine oder Geschmack. Krause Petersilie wird den Gerichten klein geschnitten oder dekorativ gezupft erst unmittelbar vor dem Servieren zugegeben. So verliert sie Vitamine und Aromen weniger schnell.

2. Der Anbau: Standorte

Petersilie soll auf nährstoffreichen und lockeren Böden angebaut werden. Dabei sollte der Standort sonnig bis halbschattig sein. Sie wächst sowohl in der Erde als auch in Schalen, Kästen und Töpfen. Stauende Nässe ist besonders schädlich – das ist nicht selten ein Problem bei der Kultivierung von Petersilie in diversen Pflanzgefäßen.

3. Wann erfolgt die Aussaat

Schon im zeitigen Frühjahr, etwa ab Mitte März, kann Petersilie zur Aussaat kommen – und zwar direkt an Ort und Stelle. Eine Aussaat in Reihen ist empfehlenswert, aber nicht unbedingte Voraussetzung. Bei Reihenaussaat sollen Reihenabstände von etwa 20 cm eingeplant werden. Samen der Petersilie wird verhältnismäßig unkompliziert aus bereits bestehenden Pflanzen gewonnen: Das zweijährige Kraut bildet im zweiten Jahr oft Blüten und Samenstände, dann sterben die Pflanzen ab. Die Samenstände trocknen ab und werden im Sommer geerntet.
Die Aussaat von Petersilie erfordert etwas Geduld – das Lieblingsküchenkraut wächst nämlich sehr langsam. Ungeduldige Gärtner setzen schnell wachsende Kräuter- und Gemüsesorten wie Kresse oder Radieschen in dasselbe Beet.
Petersilie kann auch gut vorgezogen werden. Außerdem biete der Fachhandel fertige Pflänzchen an, die ebenfalls schon Mitte März gesetzt werden können. Der Abstand zwischen den Pflanzen soll 20 bis 30 cm betragen.

3. Pflegetipps

● Das Gießen der Petersilienbeete sollte gleichmäßig und nie zu intensiv erfolgen. Zuviel Nässe wird mit hängenden Stängeln und letztendlich mit dem Absterben quittiert.
● Gedüngt wird Petersilie einmal pro Monat. Sie dankt es mit einem kräftigen Wuchs. Dabei kommt Grünpflanzendünger zum Einsatz – Kunstdünger beschädigt Geschmack und Inhaltsstoffe.
● Petersilie ist winterhart. In strengen Frostperioden empfiehlt sich das Abdecken mit Mulch oder Reisig.
Die Unterhaltung der Petersilie ist unproblematisch. Sie ist Krankheiten gegenüber resistent – lediglich die Septoria-Blattfleckenkrankheit kann aufkommen. Dann wird leider die umgehende Entsorgung befallener Pflanzen notwendig.

4. Ernte und Lagerung

Ab einer Länge von 15 cm kann Petersilie das ganze Jahr über geerntet werden. Dabei wird Rücksicht auf die oberen, zarten Pflanzenteile genommen – ruppiges Zerren und Reißen schädigt die Petersilienpflanze.
Das Kraut kann wunderbar getrocknet in Gewürzdosen eingelagert werden. Zum Tieffrieren eignen sich ganze Blätter mit den Stielen, Petersilie kann auch klein gehackt und portionsweise z. B. im Eiswürfelbereiter eingefroren werden.

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