Fenchel selbst anbauen

Der Fenchel ist mit der Karotte (Möhre), mit zahlreichen Kräutern und Sellerie verwandt. Botanisch gesehen, gehört der Fenchel zur großen Familie der Doldengewächse. Der Fenchel, Foeniculum vulgare, wurde im Jahr 2009 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt und ist weltweit als Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze bekannt und geschätzt.

Der Fenchel genießt seit Jahrtausenden höchstes Ansehen wegen seiner heilenden Wirkung. Besonders bei Magenbeschwerden wird er auch heute noch gerne verwendet. Bei den alten Griechen diente das Kraut nicht nur zur Heilung von Augenerkrankungen, sondern galt als Symbol für Erfolg.

Fenchelknolle
Fenchelknolle

Besonderheiten des Fenchels

Die Fenchelknolle ist eine Scheinknolle, die sich aus der Verdickung der Blattstiele entwickelt.

Welchen Boden bevorzugt Fenchel?

Das fruchttragende Gemüse liebt einen leichten, humusreichen und lockeren Boden. Besonders gut wächst der Fenchel, wenn der Boden immer feucht ist. Das Beet sollte vor dem Pflanzen gut mit organischem Dünger oder Kompost durchgearbeitet werden. Der Fenchel verträgt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung

Ab Mitte Juli wird der Fenchel direkt ins Freie gesetzt. Wer ungeduldig ist und früher mit der Pflanzung beginnt, wird schnell merken, dass die Pflanze einen Blütenstengel bildet und deshalb als Gemüse nicht mehr zu verwenden ist.

Der Reihenabstand sollte 35 bis 40 Zentimeter, der Pflanzenabstand 10 bis 15 Zentimeter und die Saattiefe 1,5 bis 2 Zentimeter betragen.

Fenchelpflanzen aus Saatgut

Werden keine Jungpflanzen gesetzt, muss das Saatgut in Keimschalen ab Ende März, Anfang April vorgezogen werden. Die Aussaat ins Freie erfolgt ab Mitte Juli.

Die Pflege der Fenchelpflanzen

Mit Beginn der Knollenausbildung werden die Pflanzreihen angehäufelt. Die Mühe lohnt sich, denn dadurch bleiben die Fenchelknollen zart und hell.

Die Düngung

Der Fenchel ist eine sehr anspruchslose Pflanze. Zwar liebt er es, wenn das Beet regelmäßig vom Unkraut befreit wird, auf eine mehrmalige Düngung verzichtet der Mittelzehrer aber gerne.

Die Bewässerung des Fenchels

Der Fenchel liebt Wasser und muss regelmäßig bewässert werden. Der Boden sollte auf keinen Fall austrocknen.

Wann kann man Fenchel ernten?

Ab Mitte August bis zum ersten starken Frost kann der Fenchel geerntet werden. Leichten Frost bis zu minus 3 Grad Celsius verträgt der Fenchel gut.

Schädlinge und Krankheiten

Der Fenchel ist ein robustes, nicht besonders krankheitsanfälliges Gewächs. Gelegentlich treten Blattläuse und Mehltau auf, die ohne Chemie von den Fenchelpflanzen entfernt werden können.

Mehltau bekämpfen
Mehltau erkennt man an dem mehligen, weißen Belag an der Pflanze. Ein umweltfreundliches Mittel ist, den Fenchel mit einem Milch-Wasser-Gemisch zu besprühen. Die Mikroorganismen in der Milch bekämpfen den Mehltau.

Blattläuse
Duftende Kräuter wie Oregano, Lavendel, Salbei oder Thymian halten Blattläuse fern. Die Schädlinge ertragen die Duftstoffe der Kräuter nicht und können dadurch wunderbar vom Fenchel abgehalten werden.

Tipps zum Fenchel selber pflanzen

Fenchel und Dill sind sich sehr ähnlich. Beide verfügen über gelbgrüne Blütendolden und fein geteilte Blätter. Da beide Gewächse gerne in der Küche verwendet werden, werden sie oft gemeinsam im Garten gepflanzt. Die beiden Pflanzen kreuzen sich aber leicht miteinander und die Saat ist dann nicht mehr zur Aufzucht junger Pflanzen zu verwenden.

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