So könnt ihr Koriander selbst anbauen

Koriander (Coriandrum sativum) ist eine einjährige Pflanze, die auch bei uns als pflegeleichte Pflanze in den Anbauplan genommen wird. Das Würzkraut gehört zur Pflanzengattung der Doldenblütler und ist rund um den Erdball als Gewürzpflanze sehr beliebt.

Er hat essbare Samen, aber auch die Blätter könnt ihr als Kräuter für viele Speisen verwenden. Die Korianderpflanze wird etwa zwischen 30 und 90cm hoch, bei der die Blüten mit einer doppeldoldigen Blüte am Ende eines langen Blütenschaftes enden.

1. Wann solltet ihr Koriander anbauen?

Die Aussaat erfolgt im Freiland an einem sonnigen bis halbschattigen Standort und kann schon Mitte März vorgenommen werden. Die Pflanze kommt auch mit kurzen Kälteeinbrüchen und kurzem Frost gut zurecht. Die Korianderpflanze ist ein Dunkelkeimer. Achtet also bei der Aussaat der Samen darauf, dass diese mit einer ca. zwei Zentimeter dicken Schicht aus Erde bedeckt sind.

2. Welcher Standort ist für Koriander geeignet?

Die Korianderpflanze stellt an den Boden keine besonderen Ansprüche und gedeiht auch auf sandigem oder lehmigem Boden problemlos. Die Keimung der Samen erfolgt ab 5 bis 25 Grad. Im Freiland reichen diese Temperaturen wie erwähnt im März somit völlig aus, um erfolgreich zu sein.

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3. Pflegetipps für Koriander

Nach dem ersten Keimen solltet ihr die Pflänzchen einzeln von Hand auf einen Minimalabstand von 20 cm versetzten. Somit könnt ihr sicherstellen, dass sie später genügend Platz zum Wachsen haben. Die jungen Pflänzchen sollte viel gewässert werden, damit kein Trockenstress entsteht. Trockenstreß bedeutet, dass die Pflanze verfrüht in die Höhe wächst und zu viel Kraft in die Pflanzentriebe steckt. Eine sorgfältige Pflege ist vor allem bei kleinen kleine Pflanzen wichtig, diese sind durstig und brauchen viel Wasser um sich optimal zu entwikeln. Sind eure Korianderpflanzen ausgewachsen, sinkt der Wasserbedarf. Koriander könnt ihr im Garten immer wieder an der selben Stelle anpflanzen, es gibt keine Reihenfolge bei der Furchfolge, wie etwa bei Gurken.

4. Ab wann könnt ihr Koriander ernten?

Koriander braucht ca. 24 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte und kann bei einer Aussaat im März ab Juli bis August von euch geerntet werden. Die Korianderpflanze kann von oben herab geerntet werden, so könnt ihr verhindert dass sich neue Blüten bilden und mehr Energie in die Blätter gesteckt wird.

Die Körner der Korianderpflanze sind als Gewürz sehr beliebt und können vor der Vollreife am besten in den frühen Morgenstunden geerntet werden. Tagsüber werden dann die Samenstände getrocknet und die Samen lösen sich von selbst von den Dolden ab.

5. Koriander in der Küche

Koriander ist für Currygerichte, Fisch, Geflügel und Gemüse ein wunderbares Gewürz. Vor allem in der lateinamerikanischen und asiatischen Küche wird es zum verfeinern von Gerichteten verwendet. Ihr solltet ihn erst nach dem Kochen der Speise verwenden da er sehr hitzeempfindlich ist. Das Aroma bleibt vollständig erhalten wenn ihr bis nach dem Garprozess wartet um euer Essen damit aufzupeppen. Auch die Korianderwurzel wird in der Asiatischen Kürche viel in Verbindung mit Knoblauch und Chilli verwendet.

In der Naturheilkunde wird Koriander auch bei Beschwerden des Magen-DarmTraktes eingesetzt, sowie in der ayurvedischen Medizin und der Traditionellen chinesischen Medizin. Im Koriander befinden sich viel sekundäre Pflanzenstoffe, die Phenole enthalten und als ätherisches Öl den Organismus sehr gut in vielen Funktionen unterstützen können. Bei Infektionen wird Koriander oft in der Phytomedizin verwendet und ist mit den Koriandersamen ein wirkungsvolles Medikament gegen Bakterien. Koriander ist nachgewiesen ein natürliches Antibiotikum. Es ist also sehr ratsam Koriander immer wieder als vorbeugende Maßnahme in euren Speiseplan zu integrieren, um schädlichen Bakterien im Körper entgegenzuwirken.

Vorgezogene Pflanzen die ihr direkt im Garten oder Balkon anbauen könnt, sind bei uns in der Gärtnerei bzw. unseren Kollegen im Fachhandel erhältlich.

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