Bärlauch selbst pflanzen

Selbstgemachtes Bärlauchpesto schmeckt herrlich, wir freuen uns jeden Frühlings aufs neue auf die erste Portion Bärlauchnudeln… Bärlauch lässt sich auch in eurem eigenen Garten, der Terrasse oder am Balkon kultivieren. Wir erklären euch wie das geht!

Aussaat und Anbau von Bärlauch

Bärlauch ist ein Zwiebelgewächs aus der Gattung Allium. Er wird sowohl in der Küche als auch in der alternativen Medizin verwendet. Bärlauch könnt ihr auf unterschiedliche Weise kultivieren. Eher selten entscheidet man sich für das Aussäen, schließlich benötigt die Saat einige Monate bis zur Keimung. Einfacher ist es, wenn ihr Bärlauchzwiebeln steckt. Diese sind unter anderem im Gartenfachhandel erhältlich. Beim lokalen Gärtner eures Vertrauens oder auch bei uns im Glashaus werden zumeist ausgewachsene Bärlauchgewächse in Töpfen angeboten. Auch diese könnt ihr natürlich im Garten verwenden.

Bärlauchzwiebeln werden zwischen März und Oktober gesteckt. Sie können in Horsten oder in Reihen beieinander stehen. Je nach Witterung erfolgt der Austrieb in den kommenden ein bis zwei Wochen. In Töpfen gekaufter Bärlauch setzt man ins Beet oder in einen größeren Kübel, damit er mit ausreichend Substrat versorgt ist.

Die Aussaat des Bärlauchs erfolgt im Herbst. Zuvor muss der Boden sorgfältig vorbereitet werden. Ihr müßt in spatentief umgraben und harkt ihn ab, damit er eine feinkrümelige Struktur erhält. Die Aussaat erfolgt breitwürfig oder in Reihen. Anschließend werden die Samen etwa einen Zentimeter hoch mit Erde bedeckt. Das Substrat mit ihr in der Folgezeit gleichmäßig feucht zu halten. Die ersten Keimlinge sollte im darauffolgenden Frühjahr auflaufen.

Boden- und Standortbedingungen

Am besten gedeiht der Bärlauch auf einem humosen und durchlässigen Untergrund. Dieser sollte leicht sauer bis alkalisch sein. Die Pflanze bevorzugt den Halbschatten. Deshalb ist der Stand bei Büschen oder Bäumen günstig. Auch schattige Ecken an Gartenmauern oder im Kräuterbeet eignen sich als Standort. Allerdings besitzt der Bärlauch einen hohen Ausbreitungsdrang. Hier empfehlen wir euch eine Wurzelsperre (Rhizomsperre) sofern er sich mit anderen Gewächsen ein Beet teilen soll, bzw. das Platzangebot begrenzt ist.

Pflege von Bärlauch

Bärlauch ist unkompliziert, der Pflegeaufwand für den Bärlauch hält sich für euch in Grenzen. Lediglich in Trockenperioden solltet ihr für ausreichende Wasserzuvor sorgen. Achtet bitte aber drauf dass es zu k einer Staunässe kommt. Bei Staunässe verfaulen die Zwiebeln in der Erde. Zuviel Unkraut raubt eurem Bärlauch die Nährstoffe, wenn ihr es regelmäßig entfernt begünstigt dass die Ernte und den Geschmack.  Düngen ist nicht notwendig.

Wie wird Bärlauch vermehrt

Der Bärlauch vermehrt sich von allein. Er bildet ständig Tochterzwiebeln aus. Diese können bei Bedarf abgetrennt und an einem anderen Standort in den Boden gesetzt werden. Wenn also Freunde und verwandte ebenfalls mit der Anzucht von Bärlauch beginnen wollen könnt ihr ihnen einige Zwiebeln überlassen. Natürlich könnt ihr nach der Blüte die Saat sammeln und diese nach dem Trocknen auszusäen.

Was müsst ihr bei der Ernte von Bärlauch beachten

Bärlauch ist vielseitig und ihr es gibt Anwendungsbeispiele für die gessamte Pflanze. Klassischer Weise sind es aber meist die kräftig grünen Blätter, die in der Küche landen. Diese besitzen im Frühjahr ein besonders mildes Aroma, das dem des Knoblauchs sehr ähnlich ist. Die Haupterntezeit für den Bärlauch reicht von Mitte März bis in den Mai. Achtet bei der Ernte darauf, einzelne Blätter mit einem scharfen und sauberen Messer oder einer Schere knapp über dem Boden abzuschneiden. So ist für einen gesunden Neuaustrieb der Zwiebeln gesorgt. Vorsicht, gerade bei der Ernte von wildem Bärlaucht besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Maiglöckchen!

Wie kann man Bärlauch verwenden

In der Küche wird Bärlauch zum Würzen von Suppen, Saucen, Gemüse- und Fleischgerichten verwendet. Zudem ist er ein alternatives Heilmittel, das der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Sein hoher Vitamin C-Gehalt trägt zur ausgewogenen Ernährung bei. Bereits 100 Gramm decken den Tagesbedarf.

1 Kommentar zu „Bärlauch selbst pflanzen“

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