Anzuchterde selbst herstellen mit Videotipp

Wer sich wünscht, dass die Pflanzen in seinem Garten bestens gedeihen, sollte von Anfang an auf spezielle Anzuchterde setzen. Diese ist nicht nur deutlich preiswerter als normale Blumenerde, sondern kann auch noch kinderleicht selbst hergestellt werden. Alle erforderlichen Zutaten hat man bereits selbst im Garten: Sand, lockerer Boden und reifen Kompost.

Videotipp um Anzuchterde selber herzustellen

Welche Vorteile bietet Anzuchterde für das Pflanzenwachstum?

Viele Hobbygärtner schwören auf Anzuchterde, um ein üppiges Pflanzenwachstum zu fördern. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur: In normaler Gartenerde können sich nur schlecht Wurzeln bilden. Anzuchterde ist dagegen eine Mischung aus Sand und Humus und somit sehr locker und sauerstoffreich. Diese Erde kann mehr Wasser speichern und versorgt das Wurzelwerk mit allem, was Jungpflanzen benötigen. Der wichtigste Aspekt ist jedoch, dass sich keinerlei Schädlinge oder Pilze in der Erde befinden, die gerade bei Jungpflanzen gravierende Schäden anrichten können. Der Nährstoffanteil ist bei Anzuchterde viel geringer als bei gewöhnlicher Gartenerde. Auf den ersten Blick mag das unverständlich klingen, macht aber durchaus Sinn, denn so muss die Pflanze selbst aktiv nach Nährstoffen suchen und ihr Wurzelwerk erweitern. Nach einer Weile kann die Pflanze dann natürlich in einen nährstoffreicheren Boden umgepflanzt werden, so dass sie langfristig gesund und kräftig bleibt.

Gemüse vorziehen mit Anzuchterde

Gemüse vorziehen mit Anzuchterde

Anzuchterde gibt es in den verschiedensten Varianten und man kann man diese natürlich schon fertig vorgemischt im Baumarkt kaufen. Mommt die Mischung aber aus dem eigenen Garten, beziehungsweise aus der Region entspricht sie eher den örtlichen Bedienungen.

Anzuchterde selbst herstellen – so funktioniert es

Für die Herstellung von Anzuchterde sind nur wenige Zutaten erforderlich: Die Mischung besteht idealerweise zu je einem Drittel aus normaler Gartenerde, reifem Kompost und Sand. Wichtig ist außerdem, dass sich möglichst kein Unkrautsamen darin befindet und die Erde gut aufgelockert ist. Es ist daher zu empfehlen, nicht die oberste Erdschicht zu nutzen, sondern Erde aus etwa 10 cm Tiefe auszuheben. Die Erde aus Maulwurfhaufen sind ebenfalls hervorragend geeignet.

Alle drei Bestandteile müssen gründlich gesiebt und danach sorgfältig vermischt werden. Damit sämtliche Krankheitserreger, Unkrautsamen und Schädlinge abgetötet werden, sollte die Erde zur Sicherheit sterisiliert werden. Das klingt zunächst kompliziert, ist aber ganz einfach und funktioniert mit dem Backofen in der Küche.

Bestens geeignet - Maulwurfeerde

Bestens geeignet – Maulwurferde

Schütten Sie die Mischung auf ein altes, mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lassen Sie sie etwa für eine Stunde bei 120 °C im Ofen. Alternativ kann man natürlich wie in unserem Video die Gartenerde in einem alten Topf bzw. Kessel über einem schönen Lagerfeuer im Garten erhitzen.

Sterilisieren der Aussaaterde im alten Kessel

Sterilisieren der Aussaaterde im alten Kessel

Danach sollte die Erde in Ruhe auskühlen und kann anschließend unmittelbar für die Aussaat zum Einsatz kommen. Die Beigabe eines Düngers ist für Anzuchterde übrigens nicht erforderlich, denn die darin enthaltenen Salze könnten die empfindlichen Wurzeln der Keime schädigen.

Perlit ist ein guter Puffer

Perlit ist ein guter Puffer

Extra-Tipp: Nehmen Sie etwas Perlite-Granulat und mischen es der Anzuchterde bei. Das Perlit ist ein Lavagestein und sorgt dafür, dass die Erde besser durchlüftet wird und Pflanzen schneller auskeimen. Zusätzlich kann man Steinmehl oder Algenkalk zur Anzuchterde mischen, denn diese versorgen die Pflanzen mit wertvollen Spurenelementen.

Zum Test, ob die selbst hergestellte Erde frei von Keimen ist, kann man auch einen einfachen Versuch durchführen: Pflanzen Sie darin Kresse an! Keimt sie nach etwa drei Tagen und bleibt danach für eine Woche grün, ist die Erde ideal geeignet. Die Wurzeln sollten darüber hinaus ebenso im besten Fall ganz weiß sein, was für eine gute Qualität und für die Frische der Anzuchterde spricht. Keimt nichts aus, ist die Anzuchterde ungeeignet oder enthält schädliche Keime.

Fazit: Die Herstellung von Anzuchterde lohnt sich!

Für Hobbygärtner ist es von Vorteil, zu wissen, wie frische Anzuchterde ganz einfach selbst hergestellt werden kann. Zumal man immer weiß, was drin ist – bei Produkten aus dem Baumarkt oder Gartencenter ist das oft nicht der Fall. Weiterhin spart die Herstellung von Anzuchterde langfristig Geld und ist genauso qualitativ hochwertig wie gekaufte Erde.

Ein Kommentar:

  1. Schöner Beitrag! Es ist wirklich gut zu wissen, wie man Anzuchterde selber herstellt. Lange dauert es ja nicht mehr bis zum Frühling und dann beginnt die Gartenzeit endlich wieder! Liebe Grüße, Kathreen von „Mach mal“

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