Walnussbaum pflanzen und schneiden

Allgemeine Infos zum Walnussbaum

Walnussbäume tragen frühestens ab dem zehnten Pflanzjahr unter optimalen Bedingungen Früchte. Echte Erträge sind in der Regel erst ab dem vierten Jahrzehnt möglich. Der beste Zeitpunkt einen Walnussbaum zu pflanze war also vor 20 Jahren, der nächste ist heute oder morgen! Alter, Standort und Sorte sind für den Ertrag entscheidend.

1. Wie alt werden Walnussbäume

Im Durchschnitt wird ein Waldnussbaum 150 Jahre alt, einzelne Exemplare erreichen unter Idealbedingungen ein Alter von bis zu 400 Jahren. Walnussholz ist ein sehr begehrtes Edelholz, das gerne im Innenausbau für Täfelungen oder Parkett, aufgrund des nicht unerheblichen Preises auch als Furnier Verwendung findet.

Es gibt also gute Gründe sich mit der Aufzucht und Pflege eines Walnussbaums auseinanderzusetzen. Die Juglans regia, so der lateinische Namen, trägt zugleich weibliche und männliche Blüten, wobei erstere mithilfe des Windes und Insekten bestäubt werden. Es reicht also aus wenn ihr nur einen Baum anpflanzt.

2. Wie hoch werden Wallnussbäume

Walnusbäume erreichen ihre Endhöhe von 15 bis 25, ausnahmsweise sogar 30 Metern mit ungefähr 60 Jahren. Achtet also bei der Standortwahl auf ausreichend Platz, bzw. das der Baum mit zunehmenden Alter womöglich in den Sommermonaten auch einen entsprechenden Schatten spendet.

3. Wann sollte man einen Walnussbaum schneiden

Ein guter Zeitpunkt ist Ende August bis  Ende September, da lässt der Wasserfluss bereits nach, allerdings ist der Baum noch stark genug um den Wundverschluss durchzuführen. Alles weitere im Video:

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4. Walnuss aus Frucht züchten

Die Zucht eines Walnussbaumes aus seinen eigenen Früchten ist kein einfaches Unterfangen. Mit dem nötigen Wissen und etwas Geschick lässt sich der beliebte Baum von talentierten Hobbygärtnern jedoch züchten. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten um aus einem vorhandenen Walnussbaum einen Abkömmling zu gewinnen. Die erste Methode ist die Zucht mithilfe des Samens, die zweite Methode setzt einen Steckling eines bereits vorhandenen Baumes voraus.

5. Kann man Walnüsse aus dem Handel anpflanzen?

Die in den Lebensmittelgeschäften angebotenen Walnüsse sind als Saatgut leider nicht geeignet. Vor allem bei Importware ist zu erwarten, dass die Früchte chemisch gegen Schädlinge und Pilzbefall behandelt wurden. Am besten wählt ihr Früchte eines gesunden Baumes, idealerweise solche, die ihr selbst gesammelt habt und um deren biologische Abstammung ihr daher Bescheid wisst. Intakte und gesunde Früchte erhöhen eure Chance auf Erfolg.

Befreit die Nuss von ihrer grünen Schale und bewahrt sie in einem Torf-/Sandgemisch kühl und feucht, aber vor Frost geschützt über den Winter an einem hellen Plätzchen auf. Sobald die daraus entstehenden Walnussbaumtriebe eine Höhe von ungefähr 15 Zentimetern erreicht haben, sollten sie in eigene, mit Anzuchterde gefüllte Töpfe gesetzt werden.

Im Frühling könnt ihr die Setzlinge bereits erste Sonne am Balkon, auf der Terrasse oder im Garten tanken lassen. Wichtig ist dabei den letzten Frost (in manchen Regionen also die Eisheiligen Mitte Mai) abzuwarten, der von den Jungpflanzen nur sehr schlecht vertragen wird.

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6. Vermehrung mit Stecklingen

Bei der Steckling-Methode wählt ihr einen Walnussbaum, der weder einen offensichtlichen Pilz- noch anderen Schädlingsbefall aufweist und schneidet ungefähr 15 Zentimeter lange Triebe ab. Für die erfolgreiche Anzucht eines Stecklings ist es dabei unerheblich, ob ihr euch für einen noch grünen oder einen bereits verholzten Trieb entscheidet. Wichtig ist lediglich, dass ihr den Steckling mit der Schnittstelle voran in einen Topf mit Anzuchterde setzen, worin er binnen weniger Wochen wurzeln und etwas später knospen wird.

Nachdem das Walnussbäumchen im ersten Jahr kaum an Höhe zulegt sondern zuerst seinen Wurzelstock aufbaut, wählt ein entsprechend großes Gefäß, in dem sich der Wurzelballen weiter ausbilden kann. Bedenkt dabei, dass der Walnussbaum ein Tiefwurzler mit einer Pfahlwurzel ist und keine Staunässe verträgt.

Stellt außerdem euer Bäumchen während der ersten Winter an einen geschützten, hellen Ort, da Jungpflanzen anhaltenden Frost nur schlecht vertragen. Sollte euch das nicht möglich sein, so schützt die Wurzeln mit einer ausreichend dicken Schicht aus Mulch und Reisig. Der Stamm kann mit einer Hülle aus Jute und Stroh geschützt werden.

Bis der junge Walnussbaum idealerweise im April nach dem Spätfrost endlich gesetzt werden kann, ist es an der Zeit Ausschau nach dem optimalen Standort zu halten. Der Platz sollte sehr sonnig sein und der Boden nährstoffreich. Bedenkt außerdem, dass es sich bei der Echten Walnuss um einen raumgreifenden Baum handelt, der ausgewachsen eine stattliche Baumkrone von bis zu 15 Metern tragen kann.

Der Standort des Baumes sollte wegen des nicht zu unterschätzenden, sich weit verzweigenden Wurzelwachstums mindestens 6 Meter von der nächsten bebauten Fläche und 8 Meter vom Nachbargrundstück gewählt werden. Bedenkt außerdem, dass die Walnuss keine Konkurrenz in Form anderer Bäume und Sträucher in ihrem unmittelbaren Einflussbereich duldet und deren Gedeihen aktiv mit dem Pflanzengift Juglon unterdrückt.

Hebt an der für euren Walnussbaum vorgesehenen Stelle ein ca. 50 Zentimeter tiefes Loch auf einen Quadratmeter aus und lockert die umliegende Erde gut auf. Stellt den Setzling in das Pflanzloch und füllt dieses mit einer mit Kompost und Langzeitdünger durchmischten Pflanzerde auf, die festgetreten und gut gewässert wird. Stützt den Jungbaum in den ersten Jahren mit einem mit ins Pflanzloch eingeschlagenen Stützpfahl, an dem der Baum mit einer Achterschlinge gegen Sturm gesichert wird. In den Folgetagen solltet ihr den Jungbaum täglich zu gießen um dem Absterben der Wurzeln entgegenzuwirken.

 7. Geschichtliches zum Walnussbaum

Archäologischen Funden zufolge stehen die Früchte des Walnussbaumes seit über 9.000 Jahren auf unserem Speiseplan. Dem römischen Schriftsteller Lucius Iunius Moderatus Columella, der um Christi Geburt lebte, verdanken wir die erste überlieferte Anleitung zur Anzucht und Pflege von Walnussbäumen. Dennoch schätzt die Online-Enzyklopädie EOL, Encylopedia of Life, den Erhaltungszustand der Gattung als potenziell gefährdet ein. Dies ist bedauerlich, da sich die Baumfrüchte nicht nur in der Küche sondern auch in der Volksmedizin großer Beliebtheit erfreuen.