Was hilft bei Befall mit Weisse Fliege

Weisse Fliege

Weisse Fliege

Die Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum) ist sehr klein und kann gleichzeitig großen Schaden anrichten. Es handelt sich bei der Weißen Fliege – trotz dieses Namens – nicht um eine Fliege, sondern um eine Mottenschildlaus, die einigen aus dem Gewächshaus oder beim Überwintern von empfindlichen Pflanzen bekannt ist. Ursprünglich hat die Weiße Fliege aus tropischen Ländern zu uns gefunden, kommen allerdings auch in unseren Klimalagen durch den Winter.

Diese Schädlinge richten Schaden sowohl bei Gemüse- als auch bei Zierpflanzen an, wobei dieser nicht durch das Saugen an der Pflanze verursacht wird, sondern durch das Absondern des ‚Honigtaus‘, der bei warmer und feuchter Luft zu schimmeln beginnt. Dies lässt Pflanzenteile oder ganze Pflanzen absterben.

Wie erkennt man die Weiße Fliege

Die Weiße Fliege ist im ausgewachsenen Stadium zirka zwei bis drei mm groß und nicht immer gleich ersichtlich, zumal sie sich auch an den Blattunterseiten festsetzt. Folgende Merkmale deuten auf einen Befall hin:

klebriger Honigtau auf den Blattoberseiten
weiße Punkte und feine Netze an den Blattunterseiten
gelbe Stellen an den Pflanzen
trockene Blätter, die schließlich abfallen
Wegspringen der Schädlinge, sobald die Pflanze berührt wird

Bevorzugte Pflanzen der Weißen Fliege

Grundsätzlich kann fast jede Pflanze von der Weißen Fliege befallen werden, am liebsten befällt die Weiße Fliege allerdings folgende:

  • Farne
  • Hibiskus
  • Fuchsien
  • Pelargonien
  • Weihnachtsstern
  • Geranien
  • Azaleen
  • Primeln
  • Rhododendron
  • Fleißiges Lieschen

Wie kann man der Weißen Fliege vorbeugen

Die Weiße Fliege mag den Geruch von Sellerie, Kopfsalat, Basilikum und Thymian nicht. Daher können diese vorbeugend gegen die Weiße Fliege eingesetzt werden. Auch natürliche Fressfeinde wie die Schlupfwespe, Erzwespe und der Marienkäfer können Abhilfe schaffen. Das Pflanzen von Kornblumen, Ringelblumen und Tagetes sowie das Anbringen eines Insektenhotels können Sie in Ihrem Garten vornehmen, um gerade diese nützlichen Helfer anzulocken. Eine Marienkäferlarve schafft bis zu 1000 Eier der Weißen Fliege bis zu ihrem Schlüpfen. Eine weitere Möglichkeit ist das Aufstellen von Gelbtafeln – vor allem im Gewächshaus, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank.

Bei der Überwinterung von empfindlichen Pflanzen sollte darauf geachtet werden, diese regelmäßig – idealerweise an wärmeren Tagen – draußen in den kühlen Wind zu stellen. Kühle und trockene Luft erhöhen die Chance, dass die Weiße Fliege den Winter nicht übersteht. Weiters kann es helfen, wenn mit den empfindlichen Pflanzen auch Pflanzen, deren Geruch die Weiße Fliege nicht mag, mit überwintert werden (wie zB der Basilikum).

Bewährtes Hausmittel – die Schmierseife

Sollten Gelbtafeln, natürliche Fressfeinde & Co. nicht greifen, können Sie auf ein bewährtes Hausmittel – die schonende Laugenbehandlung – zurückgreifen. Befüllen Sie hierfür eine Flasche mit einem Liter warmen Wasser, fügen Sie 30 Gramm abgeriebene Schmierseife dazu (entweder mit Küchenreibe reiben oder mit Messer raspeln) und schütteln sie die Flasche solange, bis die Seife im Wasser aufgelöst ist. Mit dieser Brühe können Sie die befallenen Pflanzenteile besprühen, zirka eine Stunde einwirken lassen und die Lauge mit lauwarmem Wasser von den Blättern abwaschen. Unser Tipp: Einfach und schnell lässt sich dies in einer Badewanne oder Dusche umsetzen.

Besonders wichtig ist es, das Substrat der befallenen Pflanzen zu wechseln, damit unscheinbare Eier und Larven der Weißen Fliege keinen weiteren Befall verursachen. Reinigen Sie hierfür auch Töpfe und waschen Sie den Wurzelballen der Pflanze gründlich ab. Denken Sie auch daran, dass möglicherweise umliegende Pflanzen betroffen sein könnten.

Sorgen Sie darüber hinaus dafür, Ihre Wohnung regelmäßig zu lüften – so schaffen Sie ein angenehmes Klima für Pflanzen, nicht aber für die Weißen Fliegen.

Weisse Fliege auf Blattunterseite

Weisse Fliege auf Blattunterseite

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